Kulturdenkmal: Felseneremitage in Bretzenheim erhalten

Die heimische Bundestagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Julia Klöckner, traf sich u.a. mit Bretzenheims Ortsbürgermeister Olaf Budde am Ort der Felsenemermitage. Denn der Zahn der Zeit nagt an diesem historischen Ensemble, und es muss gehandelt werden. Für Besucher ist eine Besichtigung der Felsenwohnung momentan aufgrund eines Felsrutsches aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich. Die Ortsgemeinde ist seit August 2019 Eigentümer der Anlage und kann sich nun um die Sicherung und Erhaltung dieser einmaligen Anlage kümmern.



Die größte Sehenswürdigkeit der Gemeinde Bretzenheim ist die “Felseneremitage”, eine wohl schon in der Vorzeit entstandene und ganz in den Fels eingehauene Kultstätte, die in frühchristlicher Zeit eine Umwidmung erfuhr. Eine frühe Kirche ist erstmals im Jahre 1043 erwähnt.

Die heute noch begehbare Wohnung mit 90 qm im Fels war zeitweise Heimstatt mehrerer Eremiten bzw. Konvent eines Felsenklosters. Die letzten Bewohner waren zwischen 1716 – 1827 Eremiten, die hier nach längerer Vakanz wieder einen weit über die Grenzen hinaus bekannten Wallfahrtsort geschaffen hatten. Der letzte Eremit starb im Jahre 1827 nach 51 “Dienstjahren” im Alter von 82 Jahren. Die historische Stätte, das einzige Felsenkloster nördlich der Alpen.


Und nun benötigt das Kloster Unterstützung für den Erhalt. Eine Initiativgruppe ist gerade dabei, genau dafür eine Stiftung zu gründen. Die Aufgabe der Stiftung wird es in erster Linie sein, Gelder zum Erhalt dieses Kulturdenkmals zu generieren. Im ersten Schritt werden rund ca 30.000 Euro benötigt, um ein notwendiges Gutachten, sowie erste Bau- und Sicherungsmaßnahmen durchzuführen.


Im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten wurden nun die weiteren Schritte besprochen in Sachen Denkmalschutz und Antragstellung zur Bezuschussung des Gutachtens. Julia Klöckner: „Als benachbarte Guldentalerin war ich schon als Kind oft hier an diesem fast geheimnisvollen, inspirierenden Ort - die Lage ist wunderbar und zieht jedes Jahr viele Wanderer und Radfahrer an. Gerne helfe ich mit, dieses Denkmal zu erhalten - das sind wir der kommenden Generation und unseren Vorfahren schuldig, gerade auch aufgrund der Einzigartigkeit.“