Julia Klöckner vermittelt in Krisengespräch mit „Deutsche Glasfaser“

  • Anwohner können entstandene Schäden melden

  • Asphaltarbeit in Guldental und Laubenheim sollen bis Anfang Dezember beendet sein

Die Bilder und Erlebnisse gleichen sich: fehlende Absperrungen, unzureichende Asphaltierung, offene Pflaster, wechselnde Ansprechpartner, wütende Bürger, hilflose Bürgermeister. Aufgrund gravierender Mängel angesichts des laufenden Breitbandausbaus in Guldental und Laubenheim hatte sich die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner eingeschaltet und ein Krisengespräch mit der „Deutsche Glasfaser“ gefordert.





Klöckner: „Viele aufgebrachte Bürger haben sich an mich gewandt. Ich habe mir bei Besuchen vor Ort ein Bild gemacht und mich angesichts des unbefriedigenden Zustands der Straßen direkt an die ausführende Deutsche Glasfaser gewandt. Ich bin es leid, dass einer die Verantwortung auf den anderen schiebt, der Generalunternehmer zeigt auf den Subunternehmer, und vor Ort können oder dürfen die Arbeiter keine Auskunft geben. Angesichts der kalten Monate, ist es wichtig, mit dem Ausbau voranzukommen, da sonst bleibende Frostschäden drohen. Zudem sind durch die oft unkoordinierten Arbeiten auch Häuser, Garagen und Einfahrten der Bürgerinnen und Bürger im Dorf beschädigt worden.“

Bürgermeisterinnen der betroffenen Orte kamen nicht weiter. Das von Julia Klöckner eingeforderte Krisengespräch mit der „Deutsche Glasfaser“ fand sehr zeitnah per Videoschalte statt. Vertreten waren unter anderem die Projektleiter für die Ausbauarbeiten, Volker Schneider und Dennis Fritsche. Neben Julia Klöckner nahm auch Verbandsbürgermeister Michael Cyfka teil. Beide verwiesen auf den Ernst der Lage: Die Qualität des Straßenzustands geht erheblich zu Lasten der Gemeinden und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Die Verkehrssicherheit ist an vielen Straßen nicht gegeben. Eine Situation, die so schon allein angesichts der davon ausgehenden Gefahren nicht hinnehmbar ist. Zudem ist der Unmut der betroffenen Anwohner verständlicherweise groß.


Die beiden CDU-Politiker haben eine Zusage erhalten, dass Schäden, die den Privatpersonen wie auch den Gemeinden durch die Bauarbeiten entstanden sind, ersetzt werden. Auch wurde zugesagt, dass die Asphalt- und Tiefbauarbeiten in beiden Gemeinden vor dem Winter beendet sein sollen.


Konkrete Schäden, auch an privaten Fassaden, sollen bitte direkt gemeldet werden. Entweder über die eigens eingerichtete Hotline 0800 281 281 2 oder über die Bauschadensmeldungsseite http://www.deutsche-glasfaser.de/service/bauschaden-melden/ auf der Fotos hochgeladen werden können. Die Fälle werden aufgenommen und eine zeitnahe Behebung in die Wege geleitet. Die Gemeinden selbst haben die Chance bei der Abnahme der Straße am Ende der Baumaßnahmen, auf Mängel hinzuweisen und sie durch das Unternehmen beseitigen zu lassen. Der Straßenzustand müsse mindestens so gut sein wie zu Beginn der Bauarbeiten.


Zudem wurde zugesichert, dass die Kommunikation mit den Gemeinden verbessert wird. So wurde Michael Cyfka zugesagt, in anstehende Gemeinderatssitzungen zu kommen, um sich offenen Fragen zu stellen und Näheres zum Sachstand zu erläutern. Dies sei allein schon deshalb wichtig, da vor Ort oftmals nicht klar ist, wer der konkrete Ansprechpartner ist. Akute Probleme mit dem von der Deutschen Glasfaser eingesetzten Generalunternehmer aufgrund vielfachen Personalwechsels haben sichtbare Spuren hinterlassen.


Da die Problematik und Fragen in vielen Gemeinden im Kreis ähnlich sind und es viel Informationsbedarf der ehrenamtlichen Kommunalen in Sachen Breitbandausbau gibt, wird Julia Klöckner die Bürgermeister zu einer Inforunde mit der Deutschen Glasfaser einladen.


„Hier sollen alle die Gelegenheit bekommen, ihre Fragen unmittelbar zu stellen und Offenes zu klären. Oft hilft es, wenn man miteinander gesprochen hat – das vereinfacht vieles und ist mitunter zielführender als alles nur auf dem schriftlichen Wege laufen zu lassen“, so Julia Klöckner.