DRK App kann im Landkreis Bad Kreuznach getestet werden

Lebensretter vernetzen, Helfer koordinieren und Fachpersonal im Rettungsdienst für Einsätze alarmieren – dies alles soll die neue App „Retter4U“ des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe können. Nach ihrer Entwicklung wird sie im Kreis Bad Kreuznach mit der Testphase beginnen.

Bisher scheiterte das Vorhaben an der entsprechenden Finanzierung. Der Besuch der CDU-Landesvorsitzenden und Bundesministerin Julia Klöckner brachte die Wendung: Auf ihre Anregung hin bewarb sich der DRK bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die u.a. aus Klöckners Ministerium mitfinanziert wird. Nun kann der größte Rettungsdienst aus Rheinland-Pfalz endlich mit der Entwicklung der App beginnen, denn bewilligt wurde eine Förderung von 80 000 Euro.

„Wir sind der Stiftung für die gewährte Förderung unserer App sehr dankbar, und ich bin mir sicher, dass die damit verbundenen Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz die Versorgung von Menschen gerade in ländlichen Regionen enorm verbessern werden“, zeigt sich Jörg Steinheimer, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes dankbar.

Der Kontakt zur Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt entstand anlässlich eines Besuches von Bundesministerin und Kreistagsmitglied Julia Klöckner beim DRK-Rheinhessen-Nahe. „Als wir Julia Klöckner unser Konzept für eine App mit digitalen Lösungen im Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz vorstellten, war sie gleich begeistert und gab uns den Tipp einen Förderantrag bei der Stiftung der Bundesregierung zu stellen. Dass dies dann geklappt hat und wir mit der Entwicklung so schnell beginnen können, freut uns riesig.“ erläutert DRK-Pressesprecher und Projektverantwortlicher Philipp Köhler vom DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe.

„Bei uns in den ländlichen Regionen entstehen die besten Ideen. Und überall sind hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger. Die Idee, Menschen, die spontan helfen möchten, digital zu vernetzen und damit weiteres Potential ehrenamtlichen Engagements zu fördern, war mir gleich sympathisch. Mit meinem Bundesministerium bin ich sowohl für die Entwicklung der ländlichen Räume als auch für das Ehrenamt verantwortlich. Das DRK hat hier ein durchdachtes und vor allem skalierbares Konzept vorgelegt, das mich direkt überzeugt hat. Deshalb war für mich sofort klar, dass wir dies als Stiftung gerne unterstützen“, so Julia Klöckner.

Nach der Entwicklung wird die App zunächst im Landkreis Bad Kreuznach und im DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe getestet, bevor weitere Regionen hinzukommen können. „Dass die Pilotregion in meiner Heimat liegt, freut mich natürlich ganz besonders. Entscheidend ist jedoch, dass die Digitalisierung an dieser Stelle Möglichkeiten auch für einen bundesweiten Einsatz der App bereithält“, so Klöckner weiter.

Künftig wird es möglich sein Menschen, die sich nicht regelmäßig in einer Hilfsorganisation engagieren, jedoch trotzdem bei Großschadensereignissen, umweltbedingten Einsätzen wie Hochwasser, Sturmschäden oder langandauernden Einsatzlagen zu helfen. Diese Spontanhelfer können mit der Retter4U App zielgerichtet und gemäß ihren individuellen Fähigkeiten koordiniert und organisiert werden. So erhalten Hilfsorganisationen und Behörden wertvolle Unterstützung aus der Bevölkerung.

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