Modellprojekt in Marienstatt: Julia Klöckner setzt Fische aus, die Algenaufwuchs kurz halten

 

Im Kloster Marienstatt hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, das Modell- und Demonstrationsvorhaben  „Bioeffekt I“ besucht, das ihr Ministerium mit einer Million Euro fördert. Dabei setzte sie junge Exemplare der Fischart „Nasen“ in den Bachlauf der Nister ein. Vor Ort wird so gezeigt, dass sich Gewässerböden auf natürliche Art reinigen lassen.

„Die Möglichkeiten der Natur zu erkennen und sie einzusetzen – das fördere ich mit meinem Ministerium mittels dieses Modell- und Demonstrationsvorhabens. Wir setzen auf Wissenschaft und Forschung. Konkret: Für zahlreiche unserer Fließgewässer stellen Algen ein Problem dar. Doch statt diese mit chemischen Produkten zu bekämpfen, zeigen wir, wie sich veralgte Gewässer und Gewässerböden auf natürliche Art und Weise reinigen lassen. Nämlich durch bestimmte Fischarten wie Nasen oder Döbel, die durch ihre so genannte Unterwasserbeweidung erheblich dazu beitragen, den Algenaufwuchs kurz zu halten.
 
Das ist entscheidend, denn nur dann kann der Gewässergrund seine wichtigen ökologischen Funktionen erfüllen. Er schützt beispielsweise Bruteier sowie Jungtiere und sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung des Gewässers. Wenn es gelingt, dieses Modellvorhaben flächendeckend umzusetzen, wäre das ein entscheidender und vergleichsweise preiswerter Beitrag zur Wiederherstellung ökologisch intakter Gewässer. Deshalb setzen wir unsere Förderung im Folgeprojekt ‚Bioeffekt II‘ fort.“

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