Besuch des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz: Besichtigung des ADAC-Rettungshubschraubers.
"Mainzer Wirtschaftsgespräch" im Landtag mit BDI-Präsident Ulrich Grillo. Mehr als hundert Unternehmer sind der Einladung der CDU-Landtagsfraktion gefolgt.
Konstruktive Debatten zu vielen Themen: Fachkräftemangel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Gelingen der Energiewende.
In Gesprächen und Briefen werden mir viele persönliche Fragen gestellt. Hier ein Auszug. Und dazu natürlich meine Antworten, damit Sie mich näher kennen lernen können.
Wo und wie sehen Sie Rheinland-Pfalz im Jahr 2020?
Mitten in den Auswirkungen
des so genannten demografischen Wandels. Das müssen wir ernst nehmen -
wir werden älter. Der Arbeits-, Gesundheits- und Wohnungsmarkt muss sich darauf einstellen. Das muss von der Politik begleitet werden. Aus diesem Grund
will ich ein Generationen- und Integrationsministerium schaffen, einen neuen
Zuschnitt - für ein komplett neues Ministerium fehlt das Geld. Aber das Thema
will ich verantwortlich bündeln und Lösungen anbieten. Aus Rheinland-Pfalz
möchte ich ein Innovationsland machen, wir werden auf Forschung und Entwicklung
setzen. Umwelttechnologien z.B. - ein wahrer Jobmotor!
Sie werden wie alle Politiker auch kritisch begleitet. Stört Sie das?
Keiner ist frei von Fehlern,
deshalb ist Kritik auch etwas Normales. Kritik, die konstruktiv daher kommt,
ist etwas Gutes. Im Wahlkampf gibt es natürlich auch Kritik um der Kritik
willen. Das weiß ich zu unterscheiden.
Sie sind viel im Land unterwegs, welche Erfahrungen machen Sie?
Engagierte Männer und Frauen
habe ich getroffen, die mir ihre vielfältigen Alltagswirklichkeiten näher
gebracht haben. So regen sich viele Familien auf über den zu hohen
Unterrichtsausfall und die Abschaffung der Notengebung in Rheinland-Pfalz.
Viele beklagen den schlechten Zustand der Straßen und dass die Anbindung zum
schnellen Internet fehlt. Beruhigend fand ich, dass junge Menschen stärker
politikinteressiert sind als gedacht; das Problem der Rekordverschuldung macht
ihnen zurecht Sorge.
Was sind Ihre besonderen Stärken?
Ich liebe es zu lachen. Ich denke, ich habe einen gesunden Humor, der mir schon so manche schwere Situation erträglich gemacht und stressvolle Momente aufgelockert hat. Humor gibt Distanz und entkrampft. Andererseits bin ich Winzertochter und als solche kernig und belastbar. Mich haut so schnell nichts um. Und ich empfinde mich als flexibel, konsequent und lebensfroh.
Haben Sie Schwächen?
Ja. Ich weiß, dass ich schnell ungeduldig werde. Als Schwäche empfinde ich auch, dass ich manchmal anderen ins Wort falle, weil ich glaube, bereits zu wissen, was sie meinen - die Ungeduld eben. Das macht es dem anderen dann manchmal unnötig schwer, seine Gedanken zu entfalten. Deshalb achte ich darauf, genau und aufmerksam zuzuhören und dem anderen so viel Raum zu geben, wie er braucht. Da arbeite ich weiter dran!
Was hat Sie in Ihrem Leben geprägt?
Meine Familie und damit meine Erziehung. Landleben und Landwirtschaft haben mich tief geprägt. Sie sind quasi der Grundstock für das, was danach kam und noch kommen wird. Dann meine Zeit als Deutsche Weinkönigin: das Reisen, das Zusammentreffen mit den verschiedensten Menschen. Meine Schulzeit und meine Studien haben mich geprägt, der Spaß am Denken, Philosophieren und Hinterfragen. Mein Beruf als Journalistin und Chefredakteurin hat meinen kritischen Blick geschärft, mich global denken gelehrt, mir Organisationsfähigkeit und Selbständigkeit beschert. Mein Partner und meine engen Freunde sind ebenso wichtig. Sie helfen mir, mich zu reflektieren und mein Tun kritisch zu überprüfen. Sie teilen meinen Sinn für Humor und Genuss.
Ethik richtet sich an das Gewissen, Politik an die Vernunft – heißt es. Trotzdem: Politik kommt meiner Meinung nicht ohne Ethik aus. Politische Entscheidungen brauchen einen Kompass, ein Gerüst und Leitlinien, nach denen sie sich richten. Ethik soll diese Richtschnur für das Gute sein. Dabei lässt es sich wahrlich streiten, was gut ist.
Während die einen die Gewinnung von embryonalen Stammzellen als ethischen Forschungsauftrag zur Krankheitsbekämpfung verstehen, lehnen die anderen die Tötung von Embryonen - ganz gleich zu welchem Zweck - ethisch ab. Ich auch. Während die einen die Anwendung der Grünen Gentechnik als ethisch nicht vertretbaren Eingriff in die Natur betrachten, sehen die anderen es gar als ethisch geboten, mit Hilfe der Grünen Gentechnik Ernährungsproblemen auf der Welt zu begegnen. Letzteres ist auch meine Meinung - Risiken und Nutzen wissenschaftlich immer abwägend. Für mich als Christin kommt eine entscheidende Komponente hinzu: Das christliche Menschenbild. Es hilft mir bei der Beantwortung vieler Fragen: Dürfen wir all das tun, was wir können, zum Beispiel Menschen klonen? Nein! Denn Ethik setzt menschlichem Handeln auch Grenzen.
Haben Sie eine Patientenverfügung ausgefüllt?
Ich beschäftige mich intensiv mit der Thematik Patientenverfügung - beruflich und privat. Medizinische Fortschritte bringen Möglichkeiten der Lebensverlängerung mit sich. Das Leben kann verlängert werden, aber auch das Sterben. Für den Fall einer Entscheidungsunfähigkeit hilft es, sich schon früh damit auseinander zu setzen, welche Behandlungsmöglichkeiten man später in Anspruch nehmen möchte und welche nicht - um das festzulegen, habe ich eine Patientenverfügung verfasst. Nicht zuletzt auch, um das Problem zu vermeiden, dass Dritte über medizinische Maßnahmen oder das Unterlassen solcher entscheiden müssen.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Lesen, reisen, Zeit mit meinem Lebensgefährten verbringen, Freunde treffen, joggen, mit meiner Nichte, meinem Neffen und meinen Patenkindern ein bisschen "Kind" sein.
Sie haben einen Wunsch frei, was würden Sie sich wünschen?
Dass die CDU bei der nächsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stärkste Partei wird und die Regierung stellt.
Auf was können Sie auf keinen Fall verzichten?
Gummibärchen.
Vor einigen Jahren waren Sie bei Papst Johannes Paul II. Sind Sie auch eine streng gläubige Katholikin?
Nicht alle Positionen des kirchlichen Lehramtes teile ich. Aber hinter dem Grundgedanken der gegenseitigen Achtung und Wertschätzung, des Lebensschutzes, der Gemeinschaft, der Zuversicht und Nächstenliebe stehe ich voll und ganz. Ich bin gläubige Christin, zahle Kirchensteuer, nehme am Gottesdienst teil, bin selbst auch Lektorin in meiner Heimat-Pfarrei und begehe gern die kirchlichen Feiertage. Und ich bin konservativ: an den Werten haftend, nicht an den Strukturen.
Verstehen Sie sich noch als Repräsentantin für den Deutschen und insbesondere den rheinland-pfälzischen Wein?
Natürlich. Jeder, der deutschen bzw. rheinland-pfälzischen Wein mit Genuss und Überzeugung trinkt, ist Repräsentant und Botschafter. Und das tue ich. Das tut den deutschen und den rheinland-pfälzischen Winzern gut. Auch das ist Solidarität und Lokalpatriotismus.
Ich liebe deutschen Wein, besonders den Weißwein und ganz besonders die knackigen Weiß- und Grauburgunder von der Nahe.
Dieses Ereignis hätte ich gerne selbst miterlebt:
Die Öffnung der Berliner Mauer direkt vor Ort am Grenzstreifen.
Mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten würde ich gerne eine Woche lang tauschen, weil:
der Rekord-Unterrichtsausfall und die Rekord-Verschuldung gestoppt werden müssen. Eine Woche Tausch reicht aber nicht!
Meine Traumreise führt mich nach:
Afrika - Wildnis, Natur und Menschen erleben.
Heimat ist für mich:
ein gutes Gefühl der Geborgenheit, bei Familie und Freunden.
Mein liebster Platz in der Region Rhein-Nahe ist:
die Sonnenberghütte auf der Anhöhe in den Guldentaler Weinbergen.
Dieser Tatsache möchte ich gerne auf den Grund gehen:
Warum politische Entscheidungen angeblich immer alternativlos seien. Stimmt nämlich nicht.