09.03.2012 Julia Klöckner: Ministerin Ahnen spielt ein doppeltes Spiel

Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, ruft die Landesregierung dazu auf, endlich ihr Verhältnis zu zentralen Schulabschlüssen zu klären. Bei Frau Ahnen seien schon Absetzungsbewegungen von ihrer ursprünglichen Position erkennbar. Sie müsse jetzt Klarheit schaffen. Man könne nicht auf der Kultusministerkonferenz die Erarbeitung eines bundesweiten einheitlichen Aufgabenpools für das Abitur befürworten und sich auf Landesebene weiter gegen die Einführung vergleichbarer Abschlüsse in Rheinland-Pfalz sträuben. Die CDU-Landtagsfraktion werde hierzu eine aktuelle Stunde beantragen.„Von anderen ein Dach fordern, aber selbst nicht den Rohbau hinstellen wollen, das ist scheinheilig. Hier will die Landesregierung wohl auf Zeit spielen. Das Zentralabitur im Land ist natürlich die Grundlage für bundesweit vergleichbare Bildungsabschlüsse.
Rheinland-Pfalz ist das letzte Bundesland ohne zentrale Abschlüsse.

Praktische Gründe können also nicht das Hindernis sein. Eltern wollen Vergleichbarkeit und Mobilität. Vergleichbarkeit bedeutet, dass Eltern zu Recht wissen wollen, was der jeweilige Abschluss wert ist. Mobilität bedeutet für Eltern schulpflichtiger Kinder, dass ein Schulwechsel über Landesgrenzen in der Praxis machbar ist. Frau Ahnen verliert den Anschluss an die aktuelle Bildungspolitik. Eine eindeutige Positionierung ist in diesem wichtigen bildungspolitischen Thema unerlässlich. Wer sich heute nicht für einheitliche Schulabschlüsse und damit Qualitätssicherung einsetzt, setzt auch die Akzeptanz des Bildungsföderalismus aufs Spiel.


Wenn die Eltern und Schüler das Vertrauen in die Qualität der Bildung verlieren, schwindet aus guten Gründen die Akzeptanz für unterschiedlich gestaltete Bildungspolitik. Es muss klar sein, dass die Bildungswege verschieden sein dürfen, jedoch nicht die Qualität der jeweiligen Bildungsabschlüsse“, so Klöckner. Die Fraktionsvorsitzende Klöckner wird sich sowohl im Bundesvorstand der CDU Deutschlands als auch in der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der CDU in den Ländern weiterhin für einheitliche und vergleichbare Bildungsabschlüsse einsetzen. Zudem wird die CDU-Landtagsfraktion zu diesem Thema in den kommenden Wochen gezielt das Gespräch mit Experten suchen.