01.02.2012 Julia Klöckner: Pflegende brauchen eine Stimme

Morgen ist der zweite rheinland-pfälzische Geriatrietag. Anlass für die Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, eine landesweite Vertretung für die Betreuer und Pfleger von älteren Menschen zu fordern. Die CDU setzt sich für die Einrichtung einer Pflegekammer ein. Diese soll die beruflichen Interessen des Pflegepersonals bündeln und nach außen vertreten. Die Pflegeberufe müssten aufgewertet werden, meint die Christdemokratin. Eine solche Kammer könnte klare Berufsstandards sichern und den Pflegekräften mehr Verhandlungsstärke verleihen. Außerdem stärkt eine solche Kammer die Position des Pflegepersonals bei Verhandlungen mit Krankenkassen, Trägerverbänden und Ärztekammern. Zudem würde so auch ein Verbraucherschutz für die älteren Bürger gewährleistet, so Klöckner.
 

„Wir müssen uns früh darum bemühen, dass alte Menschen in der Fläche auch weiterhin gut versorgt werden. Die Prognosen der demografische Entwicklung sind eindeutig: Mehr älteren Menschen stehen weniger jüngere Menschen gegenüber. Mehr ältere bedeutet mehr Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf. Das stellt Beschäftigte in pflegerischen Berufen vor immense Herausforderungen. Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur wird dazu führen, dass der Bedarf an professioneller Pflege in den kommenden Jahren massiv zunehmen wird. Im Hinblick auf diese Entwicklung halten wir Christdemokraten die Einrichtung einer Pflegekammer für Rheinland-Pfalz für unumgänglich.
 
Durch eine Pflegekammer wird der Berufsstand der Pflege aufgewertet. Alle in diesem Bereich tätigen Personen, mit einer entsprechenden Berufsausbildung, sollen ihr angehören. So können Angestellte des Pflegebereichs in politische Entscheidungsprozesse – Reformvorhaben des Gesundheitssystems oder berufsrelevanten Fragen – unmittelbar miteinbezogen werden. Mit der Kammer bekommt das Pflegepersonal eine eigene, starke Stimme.
 
Praxisnähe und professionelle Sachkundigkeit sind weitere, entscheidende Vorteile der pflegerischen Selbstverwaltung. Auch wenn auf dem Weg zur Pflegekammer noch viele Fragen zu klären sind, so ist der Schritt zu einer landesweiten Vertretung für Betreuer und Pfleger dringend notwendig“, so Julia Klöckner.
 
Hintergrund:
Die Initiative der Landespartei zur Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz wurde beim jüngsten Landesparteitag der Christdemokraten im November 2011 verabschiedet.