09.12.2011 Viele offene Fragen bei der Umwandlung des Staatsweingutes Bad Kreuznach in einen Ökobetrieb

Das bisher konventionell bewirtschaftete Staatsweingut am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach soll im Herbst 2012 auf ökologische Bewirtschaftungsweise umgestellt werden, so plant es die rot-grüne Landesregierung in Mainz.

Die heimische CDU-Abgeordnete Julia Klöckner zeigt sich diesen Plänen gegenüber skeptisch. Man werde der Weinbaubranche nicht gerecht, wenn konventioneller und Ökoweinbau gegeneinander ausgespielt würden.  Viele grundsätzliche Fragen seien noch gar nicht geklärt, aber die Entscheidung durch die Landesregierung bereits getroffen: „Was kostet diese Umwandlung? Sind hierfür Baumaßnahmen notwendig? Was passiert mit den bisherigen Mitarbeitern? Müssen diese weiter qualifiziert werden oder werden neue Mitarbeiter eingestellt? Die Antworten auf diese wesentlichen Fragen hat das zuständige grüne Ministerium leider bisher offen gelassen“, so die Unionspolitikerin.

Fraglich sei außerdem, in welchen Bereichen dann zukünftig ausgebildet werden solle. „Wenn man nur die Winzer-Azubis und Technikerschüler in der Fachrichtung Ökoweinbau ausbildet, wo bleibt dann die Mehrheit der Auszubildenden, die konventionellen Weinbau betreiben will? Ihr Ausschluss hätte deutlich sinkende Schülerzahlen zur Folge. Das würde den Standort Bad Kreuznach erheblich schwächen und könnte ihn am Ende sogar im Ganzen gefährden“, gibt Klöckner zu bedenken.