14.11.2011 Julia Klöckner: Der Mensch ist nicht erst mit dem Abitur etwas wert

Die CDU wird in den kommenden beiden Tagen auf dem Bundesparteitag in Leipzig bildungspolitische Weichen stellen. Seit Monaten diskutierten die Landesverbände und Gliederungen den Antrag zur „Bildungsrepublik Deutschland“. Aus ganz Rheinland-Pfalz kamen Anregungen und Änderungsvorschläge, die Präsidiumsmitglied Julia Klöckner in den Bundesantrag eingebracht hat.
 

„Der Mensch ist nicht erst mit dem Abitur etwas wert. Es kommt auf die Begabungen des einzelnen Kindes an. Jeder hat Talente. Es ist wichtig, auf die Stärken zu setzen und unterschiedliche Abschlüsse zu ermöglichen“, erklärte die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Julia Klöckner.
 
Um die bildungspolitische Diskussion transparent zu gestalten hat die CDU Rheinland-Pfalz einen Initiativantrag gestellt. Damit wird sie sich damit in Leipzig für klare Wertemaßstäbe bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund einsetzen. „Die Sprachförderung in Deutsch muss Vorrang haben. Herkunftssprachliche Angebote können parallel angeboten werden, dürfen die Förderung in Deutsch aber nicht ersetzen“, so Julia Klöckner. Relativierende Tendenzen lehne die CDU Rheinland-Pfalz ab. Zudem sprechen sich die Rheinland-Pfälzer in Leipzig für den Erhalt der Förderschulen aus. „Jedes Kind benötigt eine individuelle Ansprache für eine bestmögliche Betreuung. Deshalb muss es ein dauerhaftes Nebeneinander von integrativen Schulangeboten und Förderschulen geben.“
 
Die CDU Rheinland-Pfalz wird auf dem Bundesparteitag die Rolle der Eltern für den Bildungserfolg der Kinder in den Mittelpunkt stellen. „Die Verantwortung für Bildung muss zuerst in den Familien liegen und nicht beim Staat. Dabei dürfen beide nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sollten sich ergänzen.“ Eltern seien für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder von zentraler Bedeutung. „Deshalb ist für uns die Wahlfreiheit der Eltern vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule nicht verhandelbar“, sagte die Christdemokratin.