06.09.2011 Lehrer nicht wie Leiharbeiter behandeln

Die CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Julia Klöckner MdL fordert den  SPD-Landtagsabgeordneten Noss auf, sich endlich gegen die unerträglichen Leiharbeitsverhältnisse vieler Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz zu äußern und in seiner Partei dafür zu werben, dass die jahrelangen Kettenarbeitsverträge beendet werden.

"Viele Lehrkräfte sind trotz vollständiger Lehramtsausbildung über Jahre in Kurzzeitverträgen angestellt. Eine Familienplanung oder anderweitige private Perspektiven werden unzumutbar eingeengt. Wie wir aus zahlreichen Schilderungen wissen, wird die Verlängerung der Vertretungsverträge häufig zur Hängepartie zwischen Schule und ADD und lässt die berufliche Perspektive der Lehrkräfte über Wochen im Unklaren. Immer wieder berichten Schwangere, dass gerade ihre Verträge nicht verlängert oder in feste Verträge umgewandelt werden. Statt die Lehrkräfte, die dringend gegen den Unterrichtsausfall benötigt werden, fest anzustellen, setzt die Landesregierung auf befristete Verträge - das artet aus in jahrelange Kettenverträge. Dadurch will die Landesregierung im Bildungssystem Kosten sparen. Das geht aber zulasten der Motivation und der Qualität. Eine Partei wie die SPD, die stets gegen Leiharbeit argumentiert und für gerechte Löhne stehen will, ist absolut unglaubwürdig, wenn sie dort, wo sie selbst Verantwortung trägt, genau das Gegenteil macht", gibt die Abgeordnete Julia Klöckner zu bedenken.