19.08.2011 Kupferbergwerk Fischbach: Neues Konzept soll Besucherrückgang stoppen

Die CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner und der Birkenfelder Landrat Dr. Matthias Schneider haben auf Einladung des neuen Betriebsleiters Nicolai Bollenbach das Kupferbergwerk in Fischbach besucht.

Das Bergwerk ist eine der bedeutendsten touristischen Anlaufstellen in der Region. Im Gespräch mit dem Betriebsleiter Bollenbach und dem Fischbacher Ortsbürgermeister Hippeli haben die beiden Unionspolitiker erfahren, dass die Einrichtung allerdings schon seit einiger Zeit mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen hat: Kamen im Jahr 2000 noch 50.000 Gäste, waren es 2010 nur noch rund 30.000. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der neue Betriebsleiter ein Konzept für ein „Barrierefreies Kupferbergwerk“ erarbeitet. Mit Hilfe diverser baulicher Maßnahmen könnte das Bergwerk so völlig neuen Zielgruppen zugänglich gemacht werden, etwa Behinderten und Älteren.

Geplant ist unter anderem eine sensorische Reizwand, an der blinde oder autistische Besucher all die Dinge selbst ertasten können, die Sehende normalerweise mit ihren Augen wahrnehmen. Aber auch weitere grundsätzliche Baumaßnahmen, zum Beispiel im Sanitärbereich, würden im Falle einer barrierefreien Ausrichtung anfallen, so dass die geschätzten Gesamtkosten bei rund 180.000 Euro liegen werden.

„Die Realisierung des neuen Konzeptes wäre ein hervorragendes Beispiel für gelebte Inklusion, die gleichzeitig den Tourismus in unserer Region stärken würde. Ich bin mir sicher, dass sich viele Behinderte und Senioren über die Möglichkeit freuen würden, den Besuch im Kupferbergwerk einmal selbst erleben zu dürfen“, so Julia Klöckner. Die CDU-Fraktionsvorsitzende und der Birkenfelder Landrat haben dem Betriebsleiter im Gespräch deshalb auch ihre Unterstützung für die Pläne zugesagt und ihm Informationen zu Fördermöglichkeiten und wichtigen Anlaufstellen an die Hand gegeben.