20.06.2011 Keine Urkunden für Feuerwehren: Klöckner wendet sich an Innenminister

Viele Ehrungen von verdienten Feuerwehrleuten können dieser Tage nicht wie geplant durchgeführt werden. Der Grund ist banal und ärgerlich: Nicht, weil die entsprechenden Urkunden fehlten, sondern weil die "falsche" Unterschrift darauf stand.

Der ehemalige Innenminister Bruch hatte die Urkunden unterzeichnet, zum Teil lagen sie schon den entsprechenden Verbandsgemeinden vor. Nun stellt sich sein Nachfolger, Innenminister Lewentz, quer und untersagt, diese Urkunden an die zu Ehrenden auszuhändigen. „Schade, dass es seit seinem Amtsantritt nicht möglich war, den Feuerwehren bzw. den Verbandsgemeinden rechtzeitig eine neue Urkunde mit der "richtigen" Unterschrift zukommen zu lassen“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Julia Klöckner.

Nachdem sich viele Feuerwehrverbände enttäuscht an die Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag gewandt hatten und Klöckner selbst die Stimmung bei einem Feuerwehrfest im Kreis erlebt hat, wendete sie sich mit einem Schreiben direkt an den Innenminister. Im Namen aller Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner forderte sie ihn auf, ihnen rechtzeitig die unterschriebene Urkunden zukommen zu lassen.
 
 
In den Verbandsgemeinden finden regelmäßig die Ehrungen der Feuerwehrleute statt. Das ist gut und wichtig, denn die Ehrenamtlichen werden gerade durch Lob, Anerkennung und Öffentlichkeit motiviert. Die Jubiläumsveranstaltungen oder Sommerfeste der Feuerwehren wurden lange vorbereitet und die Ehrungen waren eingeplant. „Die Enttäuschung der zu Ehrenden ist deshalb groß. Dass es bisher nicht möglich war, eine vom neuen Minister unterschriebene Urkunde zu fertigen, irritiert viele“, weiß Julia Klöckner, MdL. Ministerwechsel seien nicht immer Monate im Voraus absehbar, aber über Nacht geschehen sie wiederum auch nicht.